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UFOPLAN-Vorhaben-206 43 200/01
"Strategien zur Verminderung der Feinstaubbelastung"

 
PArtikel-REduktions-STrategien
 
 
         
 

 

 

 

Hintergrund und Zielsetzung

Trotz der bisher auf nationaler und internationaler Ebene eingeleiteten Emissions­minderungsmaßnahmen lässt sich aus Immissionsprojektionen ableiten, dass in Deutschland auch in Zukunft von erheblichen Überschreitungen der Grenzwerte für PM10, insbesondere des Kurzzeitgrenzwertes, ausgegangen werden muss. Es gilt daher die Ursachen dieser Überschreitungen zu ermitteln, und zu prüfen, inwieweit weitergehende Maßnahmen auf nationaler Ebene zur Einhaltung der Grenzwerte effektiv beitragen können. Zwei, prinzipiell zusammenhängende umweltpolitische Direktiven, nämlich die sog. “NEC-Richtlinie” und die EU-Rahmenrichtlinie geben dabei die Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Luft­qualitätsentwicklung in Europa und damit auch in Deutschland für die Jahre bis 2020. 

Nach dem Vorschlag  der Europäischen Kommission für eine Richtlinie über die Luftqualität und saubere Luft in Europa bleibt der heutige PM10 Grenzwert erhalten, wird aber um einen Grenzwert für PM2.5 ergänzt.  In die geplante Überarbeitung der NEC-Richtlinie, die bis Mitte 2007 abgeschlossen sein soll, wird wahrscheinlich eine nationale PM2.5 Emissions­obergrenze aufgenommen werden. Die Umsetzung der beiden Direktiven verlangt eine Beurteilung der Auswirkungen möglicher und bereits geplanter Maßnahmen auf die Luftqualität, da das Ziel sein muss, sowohl die Emissionsbegrenzungswerte der NEC-Richtlinie als auch die Luft­qualitätsgrenzwerte der EU-Richtlinien zu erreichen und gegebenenfalls auch zu unter­schreiten. Zur Ableitung einer optimalen nationalen Strategie muss die Bewertung der Maßnahmeneffektivität bezüglich ihrer Auswirkung auf Kosten und Immissionen erfolgen, wobei wegen der geplanten Einführung eines Grenzwertes für PM2.5  neben PM10 in Zukunft auch verstärkt PM2.5 betrachtet werden muss.

Ziel des Vorhabens ist es, die Ursachen für die Grenzwertüberschreitungen von PM10 und von dem geplanten Grenzwert von PM 2.5 zu er­mitteln und geeignete emissionsmindernde Maß­nahmen zur  Reduzierung der Feinstaubbelastung zu identifizieren. Die bereits in vorherge­henden Forschungsvorhaben des Umweltbundesamts untersuchten Einzelmaßnahmen sollen dazu zu Maßnahmenbündeln zusammengefasst werden (Maßnahmenszenario). Die Minde­rungspotentiale der Maß­nahmenbündel und die damit verbundenen Kosten sind zu ermitteln. Die immissionsseitigen Auswirkungen der Maßnahmenbündel sind mit Hilfe geeigneter Aus­breitungsrechnungen zu bestimmen. Die auf Basis der einzelnen Maßnahmenbündel prognos­tizierte Immissionssituation soll mit den Zielvorgaben der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und den zu erwartenden Vorgaben der novellierten europäischen Luftqualitätsrichtlinie verglichen werden,  um den zur Einhaltung der Grenzwerte notwendigen Emissionsminderungsumfang zu ermitteln.


 
 

 

 

Projektorganisation

 

 
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